Start: Mi.
27.03.2002 Treibstoffverbrauch: 205,02
ltr
Rückkehr: Sa.
06.04.2002 Durchschnitt: 8,426ltr
Kilometer Preise: ( A ) 0,814 €
Start:
km 241754 ( I ) 0,832 – 0,876 €
Rückkehr: km
243957
Gesamtkilometer: 2.203
Fahrt mit:
Fahrtroute:
Innsbruck
Brenner
Trento
Modena
San Marino
Urbino
Fano
Halbinsel Conero (Porto Novo)
Ravenna
Lido di Volano
Verona
Rovereto
Arco
retour nach München
1. Tag Mittwoch, 27.03.02, 382 km
Start um 16 Uhr.
Fahrt über Garmisch, Mittenwald, den Zirler Berg runter ( 16 % Gefälle ) nach Innsbruck. Dort getankt, 5 Cent billiger als bei uns. Dann ging´s weiter über die alte Brennermautstraße zum Brenner.
Temperatur um 18 Uhr 1 ° C im Brenner Ort.
Die Autobahn ließen wir links liegen und bewegten
uns über die SS 12 durch Sterzing, Brixen, Bozen.
Hinter Bozen gab es eine nur 1 x ausgeschilderte
Umleitung, so daß dann nach Richtungsgefühl gefahren werden musste. Nachdem die
SS 12 erreicht worden ist, stellten wir fest, dass wir wieder mal den richtigen
Richtungsriecher besessen haben.
Unterwegs legten wir in einem Imbiß eine kleine
Pause ein. Mein Co-Pilot stärkte sich mit einem Bier, ich mit einem Kaffee.
Über Trento erreichten wir um 22 Uhr unseren
Stellplatz oberhalb von Arco.
Blick vom Stellplatz Richtung Süd-West

2. Tag Donnerstag, 28.03.02, 0 km
Wecken um 8 Uhr, Gratulation und überreichen der Geburtstagsgeschenke an den Co-Piloten.
Nach dem Frühstück fuhren wir zu Piu,
um den 1. Grobeinkauf zu tätigen; natürlich zuerst Cantuccini.
Zielstrebig suchten wir den Parkplatz
unterhalb der Burg auf, um uns in die Altstadt zu begeben. Hier erstanden wir
etwas zum Füllen der leeren Plätze in unserer Küche in München.
Daraufhin begaben wir uns nach Torbole,
um Nähe Gardasee, mit Blick auf diesen, zu parken. ( Diebstahlsicher durch dort
ebenfalls parkende Surfer )
| Blick auf den Gardasee, im Hintergrund Cafebar CIAN |
Wir unternahmen einen Bummel durch Torbole, um uns die Füße etwas zu vertreten. Zurück zum Auto, um Mittag zu essen.
Nach dem Essen gaben wir uns einen Ruck
und rafften uns zu einem neuen Spaziergang auf. Dieser führte uns u. a. zu
einem Kaffee. Dort gab es die fällige Geburtstagslage in Form von Cappuccino
und etwas Kleingebäck. Wegen beiderseitigem Übergewicht uferte es nicht in
Torte aus.
Im Coop-Supermarkt wurde der Käsemangel
in unserer Wohnküche beseitigt.
Am Abend suchten wir wieder unseren
Schlafplatz auf.
Blick auf die Altstadt von Arco mit der
alten Burg aus dem 13.Jahrhundert
3. Tag Freitag, 29.03.02, 401 km
Unsere Fahrt durch die Emilia Romagna führte uns nur über Chausseen, bis auf die Umfahrung von Bologna auf der entsprechenden Tangentiale.
Der Weg führte uns über Rovereto nach Verona, wir hielten vor dem Großmarkt Rosetto um Brötchen und etwas Kuchen zu kaufen. Selbstverständlich ist die Gelegenheit zum 2. Frühstück gleich ausgenutzt worden. Wir benötigten die entsprechende Unterlage, um die Fahrt durch die Emilia nervlich zu überstehen.
Unsere Route führte uns über:
Nogara, Poccio
Russo, Mirandola, Modena, Bologna, Imola, Faenza, Forli, Cesena, Faenza,
Santarcangelo di Romagna nach San Leo.
Hier, am Kloster Sant Igne, konnte wegen der vielen Pilger am Karfreitag nicht übernachtet werden.
Also Umkehr und ab nach San Marino.
Hier fanden wir einen Platz zum Übernachten ohne störenden Autoverkehr.
ins Industriegebiet, von San Leo kommend links der in die Stadt führenden Straße
Stellplatz am Ende der Straße
4. Tag Samstag, 30.03.02, 156 km
Der Tag in San Marino bescherte uns natürlich zum Beginn wieder eine gezielte Geldausgabe. Wir stellten fest, daß bei uns zu Hause noch freie Wände existieren. Aus diesem Grunde sind Teller erstanden worden, die mit ihrem Motiv den unserer anderen Errungenschaften aus Vorjahren entsprechen.
Die Geldausgabe ist im „ Il Grottino del Titano“ gefeiert worden. (Photo nächste Seite)
Nach der Feier suchten wir wieder Mäxchen auf und erklärten ihm, daß es weitergehen muß. Das Weitergehen hieß: durch Rimini, um Ravenna zum Lido di Volano.
Zwischendurch parkten wir an „ Italia Miniature“, d. h: Italien im Bonsaiformat mit anliegenden ausländischen grenznahen Gebieten.
Unseren 3-jährigen Standplatz in Volano erreichten wir ohne Schwierigkeiten
Il Grottino
del Titano, Innenansicht
Stellplatz Lido di
Volano
Unser
Stellplatz stellte eine wahre Idylle dar. Die ausgewiesenen Camperstellplätze
waren mit mindestens 200 Wohnmobilen besetzt. Störte uns nicht im geringsten,
da wir weit genug entfernt standen, durch ausreichend Wald getrennt.
5. Tag Sonntag, 31.03.02, 0 km
An diesem Tage wurden nur Strandspaziergänge unternommen, da keine
Fahrräder dabei. Für Fahrradtouren eignet sich die Gegend
sehr gut, zumindest für
nicht bergfeste Fahrer. Die Touren gehen durch ausgedehntes Naturschutzgebiet.
Nähe Alimentari, vor dem Strandzugang, entdeckten wir eine
Trinkwasserstelle mit danebenliegender Entsorgungsmöglichkeit.
6. Tag Montag, 01.04.02, 40 km
Wir wollten nach Urbino fahren; schafften es aber nur bis Porto
Garibaldi.
Grund des Kurzausfluges ist eine, na sagen wir, Fehlmanipulation
am Wasserhahn gewesen.
Während des Fahrens setzte sich die Förderpumpe in Betrieb und
ließ den Wagen vom kostbaren Naß etwas zukommen.
Nach dem Beseitigen des Wasserflusses kehrten wir um, nahmen den
alten Stellplatz wieder ein, räumten den Wagen aus und überließen es der Sonne,
den Schaden zu beseitigen.
Schadensbeseitigung,
Ökoart, durch Sonne = Mutter verzweifelt =
7. Tag Dienstag 02.04.02, 233 km
Nun konnten wir mit trockenem Innenraum gen Urbino starten!
Es ging westlich an Ravenna vorbei Richtung Süden. Kurz vor Rimini
erblickten wir rechts ein Einkaufscenter, Center Artignale geheißen. Nicht nur
Lebensmittel befanden sich im Angebot, sondern die gesamte Palette des
täglichen und allgemeinen Bedarfs. D. h.: Mediamarkt, Kleidung, Werkzeuge,
Möbel. Wie bei uns befand sich auf dem Gelände eine Tankstelle mit um 0,05 €
preiswerterem Treibstoff. Selbstredend ist hier ein Halt eingelegt
worden.
Nach dem Tanken ging es auf der SS 16 durch Rimini, Riccione,
Pesaro nach Fano.
Nach längerem Rumgekurve durch die Altstadt fanden wir einen
kostenfreien Parkplatz, schnappten uns die Rucksäcke und begaben uns auf
Erkundungsgang.
Marktszene in Fano. Könnte auch eine
andere italienische Stadt sein
Eigangstor aus der Zeit rd. 60 n. Chr. Vor der Zerstörung durch den Herzog von
Montefeltro, einem päpstlichen General, bewahrt
Hier ließen wir uns nicht abschrecken, in einer kleinen, sauberen
Bar einen Cappuccino zu trinken.
Nach 2,5 Stunden Pflastertreten traten wir den Weg nach Urbino an.
8 km vor Urbino aßen wir Mittag vor einer Kirche. Der Wagen stand
im Schatten unter, natürlich, Pinien. Worunter sonst in Italien. Da in Italien
mittags fast alles an öffentlichen Gebäuden geschlossen ist, tranken wir noch
einen Kaffee, um dann gemütlich die letzten Kilometer gen Urbino zu schaukeln.
Auf dem Wege nach Urbino,
Kirchenanlage „ San Donata „
Wie in Fano, fanden wir einen kostenlosen Parkplatz, aber ohne zu
suchen. Er
wartete schon auf uns. So kam es uns jedenfalls vor.
Urbino sah von außen interessanter aus als innen. Es kam
wahrscheinlich dadurch, dass es, wie so
oft vor historischen Gebäuden, von Bauzäunen und Absperrungen wimmelte.
Nachdem das Pflaster genügend von uns getreten worden ist, fuhren
wir Richtung Urbania, einer Stadt, die
von Papst Urban gegründet worden ist.
In Montesoffio bogen wir nach rechts ab und fuhren auf einer
Nebenstraße Richtung Monte Olivio. Hinter der Kirche aus dem 13. Jht kamen wir
an einem bewohnten Gehöft vorbei und fanden unseren Übernachtungsplatz 100 m
weiter.
Übernachtungsplatz am Monte Olivio.
Straße endet nach 200 m an einem Tor. Ruhig, kein Verkehr.
Sonnenuntergang am Monte Olivio
8. Tag
Mittwoch 03.04.02 , 138 km
Am
Mittwoch bewegten wir uns weiter Richtung Süden mit dem Ziel Halbinsel Conero,
südlich von Ancona gelegen.
Über
die schon genannte SS ging es in Sichtweite der Adria an diversen Bettenburgen
vorbei. Wenn es heißt, man im Lande aus
alten Fehlern gelernt, muß das ein Blinder von sich gegeben haben. Es werden
weitere Burgen gebaut.
Am
Yachthafen von Senegallia legten wir die Mittagspause ein.
An Ancona vorbei, bogen wir Richtung Camerano ab, ließen den Monte
Canero rechts liegen und schlugen die Richtung nach Portonovo ein. Dort suchten
und fanden wir unseren Quartierplatz.
Er befand sich, wie aus dem folgenden Bild ersichtlich, auf einem
zu dieser Zeit wenig frequentiertem Parkplatz.
Nach
dem Abstellen des Wagens legten wir eine kleine Strandwanderung ein, um die
Lage zu peilen.
Der
Strand ist dort sehr steinig . Die Steine besitzen eine Größe von im
Durchschnitt 2---5 cm.
Die
Gegend ist abwechslungsreich, wie folgende Bilder zeigen.
Die Temperatur auch hier wie an den vorhergehenden Tagen 22° C,
morgens 8° C.
Wir verlebten einen ruhigen Tag, nur gelegentlich von ankommenden
Strandwanderern in der relativen Ruhe gestört.
Zum Abschluß dieses Tages sei bemerkt, dass die Italiener Meister im Erfinden von Namen für ihre Strandbars sind. Zum Abschluß die Ankündigung einer solchen und die Realität derselben in Bildern dokumentiert.
|
Beachte obiges Schild: Sushibar |
Die Bar in voller Lebensgröße. Mit Farbe, Tüchern und Leucht- ketten wird daraus dann ein potemkinsches Dorf“ italiano“
9. Tag Donnerstag 04.04.02, 241 km
Es ging nun in aller Ruhe wieder Richtung Norden gen Heimat. Nicht
auf direktem Wege, jedoch stetig.
Aufgehalten wurde die Rückfahrt erst einmal durch den Besuch
Ravennas, der Hauptstadt Theoderich des Großen.
Durch ein wenig Kenntnis der Stadt fanden wir am Beginn des alten
Zentrums auch hier wieder einen kostenfreien Parkplatz. Wären wir den Hinweisen
Centro gefolgt, hätte es nicht damit geklappt, da die Hinweise die Besucher
aus Ravenna vertreiben sollten.
Da wir schon einmal hier weilten, konnten wir uns auf das Wesentliche
konzentrieren, in diesem Fall die Basilica „Chiesa di San Vitale“ aus
dem 6. Jht n. Chr.
Der Backsteinbau steht wie errichtet nach 1500 Jahren, ohne Spuren
von Verfall zu zeigen. Folgende Bilder untermauern die Behauptung und zeugen
von der Kunstfertigkeit damaliger Handwerker, welche zu dieser Zeit die
byzantinischen Mosaiken fertigten.
Nachfolgend Bilder von der Basilica.
„San Vitale“
Wandmosaik in
im Altarraum
Fußbodenmosaik
Im
Gegensatz zu vielen Kirchen ist San Vitale nicht barock umgestaltet
worden.
Obwohl
als arianische Kirche errichtet, ist sie innen nur mit Fresken, die dort nicht
passen, „verschönt“ worden.
Einen
dauerhaften Eindruck kann man nur empfangen, wenn man die Kirche selbst gesehen
hat.

|
Der
Eintritt kostete € 8,00. Vor einiger Zeit besuchten wir San Vitale schon einmal.
Eintritt 6.000 Lira, allerdings mit Besuch des Mausoleums der Galla Placidia,
Tochter eines oströmischen, also byzantinischen Kaisers.
Nach
Besuch stellten wir fest, dass uns ein Billet für € 6,00 ausgehändigt worden
ist!
Man
nennt das Be(sch)/trug. Unsere Schuld, wir wußten ja, daß wir in Italien sind.
Es
ging wieder zurück zum Lido di Volano, allerdings vor Fano auf die A 14, welche
wir dann bei Rimini wieder verließen. Diesmal stimmte die Quittung in Höhe
und richtigem Betrag, ein Wunder!
Zeiteinsparung
mindestens eine dreiviertel Stunde, da Fano und zu durchfahrende Städte incl.
Rimini uns schon in der verkehrsarmen Zeit ganz schön nervten.
So
erreichten wir ausgeruht erst unseren Mittagspausenplatz und dann den Stellplatz
in Volano.
10. Tag Freitag 05.04.02, 265 km
Der Gardasee rief uns wieder. Was blieb uns übrig, wir folgten dem
Ruf, starteten nach dem Frühstück den Wagen und rollten los.
Erster Halt bei Riva del Po zum Tanken.
Weiter dann in beschaulischem Tempo über Adria nach Rovigo. Ab Rovigo
gings bis nach Verona über die SS 434, einer 4-spurigen Schnellstraße, so
daß Verona in recht kurzer Zeit erreicht worden ist.
In Verona nahmen wir die Tutte Directionale, welche Verona südlich
und dann westlich umrundete. Nördlich Veronas trafen wir die SS 12 Richtung
Brenner.
43 km bis Rovereto waren schnell zurückgelegt, ebenso die restlichen
Kilometer nach Torbole.
Platz fanden wir wieder mit Blick auf den Gardasee. Dort tranken
wir unseren uns zustehenden Kaffee. Anschließend ging es in die Ortschaft
um eine Karte zu kaufen und gleich an Frau Herzog, nach beschreiben, zu versenden.
Letzte Tätigkeit ist die Fahrt zum Schlafplatz gewesen.
Nachts regnete es etwas, das einzige negative Vorkommnis.
11. Tag Samstag 06.04.02, 377 km
Nach dem Aufstehen gegen 7 Uhr wurde wie immer erst gefrühstückt.
Anschließend fuhren wir nach Arco, um bei PIU den Italienurlaubsendeinkauf
zu starten. Es muß festgestellt werden, daß der Einkaufswagen nicht leer aus
dem Supermarkt gefahren worden ist.
Danach starteten wir die Heimfahrt.
Über Trento, Bozen mit kleinerem Stau, Brixen ohne Stau fuhren wir
bis Sichtweite Sterzings um zwischen den nachfolgend abgebildeten Burgen unsere
mittägliche Stärkung einzunehmen.
In südlicher Richtung, rechts der Autobahn
liegende alte Burg aus dem 12. Jahrhundert. Diente zum Eintreiben
des Straßenzolls. Wegelagerei. Heute haben wir
die Finanzämter.
Linksseitig
liegende Burg. Diente den gleichen Zwecken.
Die
weitere Fahrt verlief wie gewohnt.
Einziger
Zwischenfall eine Tempokontrolle in Österreich in Gries am Brenner.
21
km/h zu schnell. Freundlicher Gendarm bekam die richtige Antwort nach dem
Tempo. Warum? Der Wagen rollte so schön treibstoffsparend. Kostete € 21,-
bei Sofortzahlung. Kann man nicht meckern bei den allgemein geltenden österreichischen
Gendarmeriepreisen. Nach freundlicher Verabschiedung gings weiter. Die Hürde
Zirler Berg ist ohne Probleme genommen worden. Wir trafen so gegen 17 Uhr
zu Hause ein.
Wagenausräumen
und Wohnung zuschütten ist ein Abwasch gewesen.
Einziger
Kritikpunkt: in München perfide kalt.
Als
Abschluß noch einige, nicht in den Text integrierte Bilder.
Siehe
folgende Seiten
Innenhof von San Vitale
Mosaiken in San Vitale. Fenster aus Alabaster. Angefertigt 5. Jht. nach Chr.
Byzantinische
Gesamtansicht, siehe vorheriges Bild
| Rekonstruierter römischer Wachturm an der Adria bei Porto Novo |
|
CESARE OTTAVIANO AUGUSTO Römische Bronzeplastik in Fano |